Projekt Maison Flocon

 

05.02.2017

Flocon war bis vor mehreren Tagen einer der Katzenbewohner auf dem Mulhouser Friedhof. Vor kurzem schien ihm nicht mehr so gut zu gehen, er verbrachte die meiste Zeit in einer Höhle und wirkte etwas apathisch. Wir werden nie erfahren was dem süssen Kater fehlte. Der Tierarzt, zu dem Flocon gebracht wurde, machte einen FIV-test, der positiv ausfiel. Für diesen Fall gehörte sich für diesen Tierarzt nur eine “Methode” – er hat Flocon in Anschluss an den FIV-Test getötet…

Dieser Fall hat in uns viele Emotionen ausgelöst: zuerst Fassungslosigkeit, dann Wut und dann eine tiefe Traurigkeit. Statt zu schauen ob dem Katerchen geholfen werden kann, macht der Tierarzt einen FIV-Test. Warum? Wir können nur vermuten, dass es bei Flocon ev. Anzeichen irgendwelcher “typischen” FIV-Symptome gab: z. B geschwollenes Zahnfleisch infolge einer Zahnfleischentzündung oder blasse Schleimhäute – alles Krankheitsbilder, die bei einer FIV- Katze genau so vorkommen können. Nur weil Flocons Immusystem ev. etwas angeschlagen hätte sein können (weiss man erst genau nach einem teueren Test zur Immunstatusbestimmung) hat man nicht probieren wollen ihm zu helfen sondern hat ihn getötet. Dass man hier keine Rücksprache mit Serge und Evelyne gemacht hatte, die ja z.B uns hätten “einschalten” können, kommt noch dazu.

Wir sind “nur” eine Familie, die bereits alles mögliche und oft unmögliche für die Streuner aus der Region und sogar aus dem Ausland tut. Wir können nicht allen Katzen helfen, das ist klar. Aber wir bemühen uns dort wo wir nur können. Wir haben vorgesehen, zusätzlich zu den neuen Katzenräumen, die ja bereits renoviert und von Katzen bereits bewohnt werden, einen kleinen Raum oberhalb der Garage für “schwierige Fälle” zu renovieren. Nun haben wir beschlossen, die Garage selber auch in Beschlag zu nehmen, d.h es würde sich ein kleines Häuschen ergeben, das wir von den FIV+ Katzen bewohnen lassen möchten. Uns fehlen die nötigen Materialien – alles was für die Isolation des kleinen Dachs und der Wände nötig ist, zwei kleine Fenster sowie die Bodenbeläge.

Bitte helfen Sie uns dass unser Projekt “maison Flocon” bereits im Frühling zustandekommen könnte.

Wir kannten dich nicht persönlich, Flocon. Wir wissen aber, dass deine letzten Stunden vor allem von Angst und Leiden begleitet wurden. Ruhe in Frieden, kleines Seelchen dort, wo dir nichts mehr angetan werden kann.

Vielen Dank für die Unterstützung:

  • Familie Hug EUR 100.-
  • Silvia Koch-Schley CHF 500.-
  • Sandra Rumiz CHF 130.-

Avancements maison “Flocon”