Souris

Souris

08.03.2017

Aus verschiedenen Gründen haben wir beschlossen die kleine Souris bei uns bleiben zu lassen. Zum einen wegen dem chronischen Schnupfen den sie hat – sie bedarf keiner aufwendigen Pflege, nur gelegentlichem Nasentropfen und unterstützender Medikamentengabe. Aber wie viele Menschen wären schon bereit einen Pflegefall (auch wenn ein leichter) bei sich aufzunehmen. Aus Erfahrung wissen wir leider, dass dies nicht viele tun würden. Zum anderen bleibt Souris etwas schüchtern – sie hat Angst vor den Kindern und immer wieder greift sie nach dem Streicheln, welches sie sucht und geniesst, mit Krallen nach unserer Hand – dies geschieht bei ihr wie unbewusst, als wäre dies ein ihr eigener Schutz-Reflex. Auch dies wäre eine Einschränkung bei einem Vermittlungsversuch. Und zu guter Letzt ist sie glücklich bei uns; sie hat ihren Platz in der Gruppe, zusammen mit unseren Katzenmädels Abby, Melissenta und Charlotte, gefunden – sie wird akzeptiert und akzeptiert die anderen. Alle vier Katzenmädels sind etwa gleichen Alters – inzwischen über 7 Jahre alt. Alle vier kommen von der Strasse und dürfen bei uns zusammen alt werden – in Liebe und Geborgenheit.

 

 

28.06.2016

Update Souris

Unsere Maus lebt sich immer besser bei uns ein. Kurz vor Dannys Ankunft haben wir sie unserer Katzen-WG, bestehend aus Vicking, Julius, Lucinda und Falco, vorgestellt. Wie immer machten wir uns Sorgen und hofften, dass das Kennenlernen vor allem für die Maus keinen grossen Stress darstellen würde. Die Bilanz ist zu unserem grossen Erstaunen völlig anders als erwartet ausgefallen – die kleine Souris hat sofort die Führung übernommen, sie schüchterte die anderen so ein, dass sie sich zum Teil nicht mehr ins Zimmer trauten. Die kleine Souris war einfach so happy um das neu gewonnene Zuhause, sodass sie es unbedingt auch verteidigen wollte. Inzwischen haben sich die anfänglichen “Stürme” etwas gelegt. Wir hoffen, dass das Zusammensein aller bald ganz selbstverständlich wird. Der Surefeeder von Souris ist ins neue Zimmer mitgekommen, sodass sie problemlos ihr Nassfutter fressen kann. Im Moment bekommt die Maus noch unterstützend das Medikament “membrana nasalium” gespritzt und bald geht es wieder einmal zum TA zur Kontrolle. Souris ist sehr menschenbezogen, sie freut sich und kommt jedesmal wenn wir ins Zimmer kommen. Sie lässt sich aber schlecht streicheln, sie versucht dann immer nach der streichelnden Hand mit Krallen zu greifen. Gleichzeitig kann sie sich jedoch ohne Ende genüsslich an uns reiben. Wie jede Katze hat Souris ihre besondere Persönlichkeit und wir freuen uns, dass wir sie kennenlernen durften.

01.06.2016

Souris erholt sich.

Unsere Maus erholt sich nach und nach: sie kommt immer häufiger aus ihrem Häuschen heraus und fängt an, Katzenspielsachen zu benützen. Täglich gibt es eine gute Portion Streicheleinheiten; das geniesst Souris sehr. Wie so oft, wenn eine Katze längere Zeit an einem unbehandelten Schnupfen gelitten hat, braucht es lange bis sich der Schnupfen deutlich bessert. Maus ist fieberfrei und hat keinen Ausfluss mehr aus der Nase, auch das Auge ist wieder gut, man hört aber immer noch ab und zu Geräusche beim Atmen. Sie bekommt zur Stärkung L-Lysin und wird einfach die nötige Zeit für die Genesung brauchen. Eventuell bleibt der Schnupfen auch chronisch. Jetzt, wo die wichtigsten gesundheitlichen Bausteine bei Souris behandelt wurden, konnten auch die Ohren gründlich gereinigt werden und ihre Katzen-Akne wird behandelt – eine kleine Stelle am Ober- und Unter- Kiefer ist davon betroffen. Neue Fotos folgen!

13.05.2016

Souris ist operiert worden

Am letzten Mittwoch waren wir mit Souris wieder bei dem Tierarzt. Die Waage zeigte, dass das Spezialfutter und die Ruhe gute Dienste erwiesen haben – denn die Maus hat 500 Gramm zugenommen. Da Souris Zahnprobleme doch sehr massiv waren und weil man ja das Antibiotika nicht zu lange verabreichen kann und für und nach einer OP die Katze auch mit einem Antibiotika abdecken muss, riet die Tierärztin zu einer Zahnoperation. So könnte man die Antibiotikagabe gegen den Schnupfen und für und nach der OP kombinieren. Wir sagten zu.

Gestern wurde Souris operiert. Die OP dauerte zwei Stunden und Ihr wurden sieben Zähne gezogen. Die arme Maus soll sogar in der Narkose auf die drei dieser Zähne reagiert haben – diese hielten gar nicht mehr an dem Knochen sondern hingen quasi in der Luft. Die Schmerzen müssen also höllisch gewesen sein. Wir sind froh, dass Souris die OP gut überstanden hat und hoffen, dass sie sich weiterhin gut erholen und bald auch von ihrem Schnupfen genesen kann.

27.04.2016

Souris – krank auf der Strasse und vom Besitzer als tot gemeldet

Nicht weit von unserem Wohnort liegt ein grosser Friedhof. Auf diesem Friedhof leben bereits seit Jahren Katzengruppen, die von zwei älteren Frauen betreut und vor allem gefüttert werden. Letzten Samstag gingen wir dort spazieren. Es kamen mehrere Katzen aus ihren Verstecken heraus, unter anderem eine kleine, schwarzgraue Katze. Man sah ihr an, dass sie schüchtern war, trotzdem hat sie uns laut angemiaut. Wir haben ihr vom mitgebrachten Nassfutter angeboten und sie hat ganz wenig davon gefressen. Streicheln konnte man sie nicht – sie war einfach zu schüchtern und ging dann immer wieder auf Distanz. Etwas in ihrem Blick, ihr Miauen und die Tatsache, dass sie so gut wie nichts vom Nassfutter genommen hat, brachte uns dazu, auch am Sonntag dort wieder vorbeizugehen. Diesmal nahmen wir eine kleine Transporttasche mit.

Wie erwartet, kam die Katze wieder und miaute uns wieder laut an. Nach mehreren Runden, die wir drehen mussten, um besser an sie herankommen zu können, gelang es uns, sie in die Tranporttasche zu tun.

Zu Hause konnten wir ihr dann in die Ohren und in den Mund schauen. In den Ohren hatte sie viel Ohrenschmalz aber keine Milben, im Mund sah es dagegen schlimm aus: geschwollenes Zahnfleisch, sehr schlechter Geruch – Souris (die Maus), so haben wir sie auf Französisch getauft, frass ganz gierig vom purierten Nassfutter, “sensible”-Sorte von Royal Canin und trank von der Katzenmilch. Souris hatte wohl schon lange nicht mehr ordentlich gefressen, denn es dauerte fast zwei Tage bis sie nach dem ausgiebigen Futterschmaus etwas im Kistchen hinterlassen hat.

Am Dienstag ging es dann zum Tierarzt. Bevor es mit den Untersuchungen losgehen konnte, folgte die gewöhnliche Überprüfung durch unseren Tierarzt auf Tätowierung und Microchip. Zu unserem Erstaunen stellte sich heraus, dass Souris seit langem gechippt ist. Wir riefen die zuständige Stelle – I-CAD (französisches Tasso) – an und fragten nach. Die Frau am Telefon fiel aus allen Wolken und sagte, dass die Katze vom Besitzer als tot gemeldet wurde. Als wir nachgefragt haben, wer denn der Besitzer sei, kam nach einer längeren Pause die Antwort: S.P.A Mulhouse (das Tierheim Mulhouse). Wie es möglich ist, dass eine Katze vom Tierheim Mulhouse auf der Strasse landet und dazu noch als tot gemeldet wird, werden wir wohl nie erfahren. An dieser Stelle verzichten wir aus unterschiedlichen Gründen auf einen öffentlichen Kommentar.

Nach diesen Erkenntnissen konnte unser Tierarzt dann mit den Untersuchungen von Souris anfangen. Festgestellt wurde ausser der schlechten Zähnen auch ein Katzenschnupfen. FIV und FELV konnten ausgeschlossen werden und da Souris als schon etwas älter geschätzt wurde, haben wir auch das grosse Blutbild machen lassen: hier sah zum Glück alles gut aus – keine Auffälligkeiten bei den inneren Organen.

Das beste wäre natürlich, bei Souris eine umfangreiche Zahnbehandlung durchzuführen, damit die Maus keine schlimmen Schmerzen mehr leiden müsste. So lange Souris aber den Schnupfen hat, ist es nicht möglich. Souris steht nun unter Antibiose und bekommt täglich Schmerzmittel gegen die starken Zahnschmerzen. Momentan verschläft die Maus die meiste Zeit in ihrem Häuschen – dort fühlt sie sich auch am wohlsten. Zum Glück frisst sie jetzt ordentlich und der Magen-Darm Trakt hat sich auch normalisiert. Am nächsten Donnerstag, falls so weit gut, geht es wieder zum Tierarzt.

Wir hoffen, dass es Souris schon bald besser gehen würde. Wir sind sehr froh, dass wir sie gesehen haben und bei uns aufnehmen konnten. Ein Leben mit Schmerzen ist sehr schlimm. Dazu muss man sich nur vorstellen, durch was diese arme Maus alles gehen musste – und der Friedhof, wo sie bei dem Menschen laut nach Hilfe geschrien hat, war ihre letzte Hoffnung. Sie hat nun einen Platz mit Pflege, medizinischer Versorgung und dem in ihrem Fall so sehr wichtigen Spezialfutter.